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Fieberambulanz im Gesundheitszentrum Ehingen


Patienten mit einem Infekt (z.B. Erkältungsanzeichen, Fieber, Störungen des Geschmacks- und Geruchssinns, Anzeichen einer Magen-Darm-Infektion) sollen weiterhin nicht einfach in eine Praxis kommen, sondern diese im Vorfeld telefonisch kontaktieren. Grundsätzlich sind die Hausärzte, hausärztlich tätigen Internisten und Kinderärzte erste Ansprechpartner für die Versorgung von Patienten mit einem Infekt. Da manche Praxen aber auf Grund baulicher oder organisatorischer Gegebenheiten keine Trennung von Patienten mit und ohne Infekt anbieten können, wurden in den vergangenen Monaten rund 40 Coronaschwerpunktpraxen im Alb-Donau-Kreis und Stadtkreis Ulm eingerichtet.

Patienten können sich in Absprache mit ihrem Hausarzt oder nach Kontaktierung der Leitstelle unter der Telefonnummer 116 117 an eine solche Praxis wenden. Dabei stehen auch Praxen bereit, die eine mögliche Coronainfektion bei Kindern abklären können. Die Schwerpunktpraxen untersuchen die Infektpatienten und führen ggf. im Anschluss an das Gespräch mit dem Patienten und der Untersuchung einen Test zur weiteren Abklärung durch. Zudem übernehmen sie die Erstversorgung von Infektpatienten.

Erkrankt ein Patient außerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten so schwer, dass eine ärztliche Abklärung nicht bis zum nächsten Tag oder zum Wochenbeginn warten kann, so sollte er mit Anzeichen eines Infekts nicht die Notfallpraxen aufsuchen, sondern stattdessen die 116 117 anrufen. Hält die Leitstelle eine zeitnahe Diagnostik für geboten, so schickt sie den Patienten in die neue Fieberambulanz. „Wir eröffnen die Fieberambulanz gemeinsam mit der ADK GmbH. Ich bin Herrn Schneider dankbar, dass wir das so schnell umsetzen konnten, denn die Fieberambulanz wird in den kommenden Monaten eine wichtige Ergänzung zur Regelversorgung werden. Wir betreuen dort ausschließlich Infektpatienten und dies ausschließlich nach Terminvergabe über die Leitstelle der 116 117. Wer ohne Termin zur Fieberambulanz kommt, kann dort nicht getestet werden. Dies ist notwendig, weil wir nur so die notwendigen Abstandsgebote einhalten können“ sagt Andreas Rost, Vertreter des Ärztlichen Lagezentrums in der Corona Pandemie.

Die Fieberambulanz wird ihr Angebot je nach Infektionsgeschehen in den kommenden Monaten weiter ausbauen. Die bisherigen Erfahrungen mit der Pandemie zeigen, dass immer wieder kurzfristig gehandelt werden muss. „Deshalb war es für uns auch selbstverständlich, hier helfend tätig zu werden. Schließlich haben wir alle etwas davon, wenn mit steigenden Infektionszahlen die Patientenwege möglichst klar kanalisiert werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Alb-Donau Klinikum und der Kreisärzteschaft in dieser Pandemie hat sich außerordentlich bewährt und mit dazu beigetragen, dass unsere Region bisher gut durch die Pandemie gekommen ist“ erklärt Wolfgang Schneider, Geschäftsführer der ADK GmbH.
 
Info: Die Notfallpraxis im Gesundheitszentrum Ehingen wird parallel zur Fieberambulanz weiter betrieben. Infektpatienten sollen sie aber nicht ohne vorherige Kontaktaufnahme über die 116 117 aufsuchen. Gegebenenfalls wird daraufhin ein Termin in der Fieberambulanz vereinbart. Öffnungszeiten hat diese aus diesem Grund auch keine.